Unsere Insel im Wandel: Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft

Veröffentlicht am 5. August 2026 um 08:00

Friederike, Du setzt Dich für mehr Klimaresilienz auf unserer Insel ein. Was bedeutet das konkret?

Klimaresilienz bedeutet für mich, dass wir unsere Insel besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten und widerstandsfähiger gegenüber veränderten klimatischen Bedingungen werden. Fachleute gehen davon aus, dass Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hitzewellen, Gewitter, Stürme und Dürreperioden künftig häufiger auftreten können. Darauf müssen wir uns rechtzeitig einstellen.

Dabei geht es um ganz konkrete Maßnahmen vor Ort: eine bessere Oberflächenentwässerung, den Erhalt und die Pflege von Bäumen und Grünanlagen, die Entsiegelung von Flächen, die Schaffung von Hitzeschutzräumen sowie die Beratung von Haus- und Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern.

Mir ist wichtig, dass wir Klimaresilienz als langfristige Aufgabe verstehen und bei zukünftigen Entscheidungen immer mitdenken. Gleichzeitig verbindet dieses Thema viele Bereiche, für die ich mich einsetze – von nachhaltiger Entwicklung über den Ausbau der Kreislaufwirtschaft bis hin zu einer lebenswerten und zukunftsfähigen Insel für alle Generationen.

Inge, welche Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz sind auf der Insel bereits auf den Weg gebracht worden?

In den vergangenen Jahren haben wir bereits wichtige Schritte unternommen, um Natur-, Umwelt- und Klimaschutz auf der Insel voranzubringen.

Ein wichtiger Baustein ist der Schutz unseres Baumbestandes. Die Baumschutzsatzung wurde erneuert, um wertvolle Bäume besser zu schützen und langfristig zu erhalten. Darüber hinaus ist im Bebauungsplan „Dorf“ festgelegt, dass auf jedem Grundstück eine bestimmte Anzahl von Bäumen gepflanzt werden muss. Das stärkt nicht nur das Ortsbild, sondern verbessert auch das Mikroklima und unterstützt unsere Klimaresilienz.

Auch die Energiewende spielt eine wichtige Rolle. Das Repowering der Windenergieanlage an der Lietz wird vom Rat ausdrücklich unterstützt. Moderne Windenergieanlagen können deutlich mehr erneuerbare Energie erzeugen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Darüber hinaus engagiert sich die NSB mit ihrer Nachhaltigkeitsinitiative und setzt zahlreiche Maßnahmen um – von Ressourcenschonung und Energieeinsparung bis hin zu nachhaltigem Wirtschaften.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Lichtleitlinie. Sie sorgt dafür, dass künstliche Beleuchtung gezielter und möglichst insektenfreundlich eingesetzt wird. Damit schützen wir nachtaktive Insekten und leisten einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

Was ist Euer gemeinsames Ziel für die Zukunft?

Friederike Goedecke und Inge Redelfs:
Umwelt- und Klimaschutz sind langfristige Aufgaben, die nur gemeinsam gelingen können. Wir möchten, dass unsere Insel auch in Zukunft ein lebenswerter Ort bleibt – für die Menschen, die hier wohnen, arbeiten und zu Gast sind.

Dafür müssen wir Nachhaltigkeit bei allen zukünftigen Entscheidungen mitdenken, Bewährtes weiterentwickeln und neue Lösungen mutig angehen. Unser Ziel ist eine Insel, die ökologisch verantwortungsvoll handelt, sozial lebenswert bleibt und gut auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet ist.